Berichte

Bericht aus der Arbeitsgruppe Ganztag

Seit einem Jahr treffen wir uns und bearbeiten die Möglichkeiten einer Ganztagsschule für die Klassen 5-11. Sehr schnell wurde uns klar, dass eine gute Hausaufgabenbetreuung, eine pädagogisch begleitete Mittagspause und ein hygienischer Stundenplan wesentliche Elemente einer Ganztagsschule sind. Um diese Bereiche sinnvoll zu gestalten, bedarf es einiger grundlegender Veränderungen, die unsere Schule zurzeit weder personell noch räumlich, noch stundenplantechnisch umsetzen kann. Parallel zu dieser Erkenntnis stellte sich heraus, dass die Refinanzierung der Ausgaben für den gebundenen Ganztag durch Landesmittel auf Grund der Haushaltssituation in NRW für das laufende Schuljahr nicht erfolgt. So bedauerlich es auch ist, dass wir aktuell keine staatlichen Zuschüsse für den gebundenen Ganztag erhalten können, bietet es doch die Freiheit, unabhängig von staatlichen Vorgaben planen zu können.
So haben wir uns neu orientiert und konkret auf unsere Schule geschaut. Was gibt es hier bereits für Angebote der nachschulischen Betreuung, was fehlt noch, was könnte oder müsste verbessert werden? Diese Fragen haben uns in den letzten Wochen geleitet, und nun arbeiten wir an einem Konzept, das die schon bestehende OGS Pusteblume (Klasse 1-4), die Hausaufgabenbetreuung (Klasse 5 und 6) und eine mögliche Warteklasse (für Kinder, die sporadisch in der Schule auf den Schulbus, Geschwister, Instrumentalunterricht oder anderes warten müssen) mit einschließt.
   

02.12.2011

Schule in Bewegung durch Intervision!

Seinen Unterricht zu verbessern, ist doch das Ziel jedes Unterrichtenden. Aber es ist nicht immer einfach, dies in Eigenregie zu bewerkstelligen. Daher waren wir Lehrer, die an der Intervisionsarbeit (s. letzten Freitagsbrief) teilnehmen, gespannt, wie die externen Mentoren unseren Unterricht beurteilen würden. Hospitationen und zweistündige Nachgespräche ergaben bei allen ein sehr positives Bild. In den pädagogischen Gesprächen wurden Unterrichtsmethoden und -inhalte angeschaut, gemeinsam Ideen entwickelt und Perspektiven eröffnet. Ausnahmslos alle teilnehmenden Kollegen haben diesen Austausch als Bereicherung erlebt.
Wir freuen uns, dass wir diesen Impuls weiterführen werden und hoffen, dass diese langfristige Intervision, die ja auch regelmäßig innerkollegial in den Konferenzen stattfindet, der Arbeit mit Ihren Kindern zugute kommt.                      Jutta von Häring und Dorothee Maiwald

 

02.12.2011

Waldorflehrerausbildung in Stuttgart  -  Presseinformation 

Urteil des Verwaltungsgerichtshofs bekräftigt universitären Standard der Ausbildung von Waldorflehrern an der Freien Hochschule Stuttgart
Stuttgart. In einem richtungweisenden Urteil hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) als oberstes Verwaltungsgericht den universitären Status der Freien Hochschule Stuttgart und die Qualität der Waldorflehrerbildung bestätigt. „ Wir sehen uns durch das Urteil in unserer besonderen Ausprägung als nichtstaatliche Hochschule, die in der Lehrerbildung tätig ist, gewürdigt“, erklärte dazu Prof. Dr. Peter Loebell für das Leitungsgremium der Freien Hochschule. Durch das Urteil werde der Beitrag der Freien Hochschule Stuttgart zur Pluralität im Bildungswesen nachdrücklich  anerkannt. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig geworden (Az. 9 S 2626/10).
Konkret hatte der VGH über den Fall einer Absolventin der Freien Hochschule Stuttgart zu entscheiden, die von 1999- 2004 an der Freien Hochschule Mannheim studiert und dann in einem anschließenden Studienjahr den Diplomabschluss der Freie Hochschule Stuttgart als Waldorflehrerin erworben hatte. Sie war einer Waldorfschule im Landkreis Freiburg zwar als Sonderschullehrerin genehmigt worden, ihre Besoldung sollte allerdings nach BAT V statt wie für diese Schulstufe üblich BAT III betragen, da das Regierungspräsidium ihre Vorbildung nicht entsprechend anerkannte. Das Gericht verpflichtete nun das Land, die Absolventin durch Zuschüsse an die betroffene Schule wie eine staatliche Hochschulabgängerin zu refinanzieren.
In der Begründung der Entscheidung wird darauf hingewiesen, dass das in Mannheim und Stuttgart absolvierte Studium eine breite Basis fachlichen Wissens und umfassende, anwendungsorientierte Methodenkompetenz im Bereich der Waldorfpädagogik vermittelt. Ausdrücklich betont das Gericht die Freiheit der Freien Hochschule Stuttgart, Studienleistungen und -zeiten von Studierenden, die diese an anderen Einrichtungen erbracht haben, anzuerkennen und anzurechnen. Dies gelte auch dann, wenn die Einrichtungen staatlich nicht anerkannt sind. Mit der Anrechnung durch die Freie Hochschule Stuttgart erlangen die Studiengänge anderer Seminareinrichtungen den Status der Gleichwertigkeit mit denen staatlich anerkannter Hochschulen.
Die Freie Hochschule Stuttgart bietet waldorfpädagogische Studiengänge auf der Basis der anthropo-sophischen Geisteswissenschaft entsprechend den Bedürfnissen der deutschen Waldorfschulen an. Die Studiengänge führen zu wissenschaftlich anerkannten und den staatlichen Ausbildungen akademisch gleichwertigen Studienabschlüssen (Bachelor- und Masterstudiengänge).   
Matthias Jeuken, Freie Hochschule Stuttgart

25.11.2011

Martinimarkt 2011  -  Nachlese

Martinimarkt 2011 - ein gelungenes Fest und ein lebendiger Tag!
Wer den Schulhof betrat, wurde gleich aufgenommen in ein fröhliches Treiben, Duft von Bratwürstchen und Reibekuchen, das Klappern des Geschirrmobils, viele Erwachsene und herumflitzende Kinder, die sich angesichts der angenehmen Temperaturen und des herrlichen Sonnenscheins auf dem Hof wohlfühlten oder sich an den Stehtischen das Essen schmecken ließen.

Im bunt verwandelten Schulhaus herrschte Betrieb auf allen Etagen: Kinder, die in der Seilerei eigene Schnüre erstellten, die zum Schiffchenblasen anstanden, zum Emaillieren oder Kerzenziehen oder die dem Glasbläser bei seiner filigranen Arbeit über die Schulter schauten; Erwachsene, die mit ihren Kindern oder allein durch das Schulhaus zogen, es kaum schafften, sich alle Stände der Schüler, Eltern und „Profis“ anzuschauen, die innehielten, weil sie nette Menschen trafen, oder sich in einem der Cafés verwöhnen ließen.
Eine besondere Attraktion war auch in diesem Jahr wieder das Musikcafé, in dem den ganzen Tag über Eltern, Schüler und auch Lehrer zum Gaumenschmaus den Ohrenschmaus boten; eine ganz besondere Atmosphäre und eine tolle Gelegenheit zu zeigen, was man kann!

Eigentlich ist immer ein bisschen zu wenig Zeit für alles, was man machen möchte, und manchmal auch zu wenig Geld für alles, was man kaufen könnte.

Vieles ist unerwähnt und jeder hat seinen eigenen Martinimarkt erlebt. Lebendigkeit war überall zu spüren und auch viel Hochachtung für all diejenigen Menschen, die ihre Zeit für dieses Fest eingesetzt haben.
Das sind natürlich zuallererst die Organisatorinnen Frau Frotz und Frau Schulz-Lüsgen nebst dem ganzen Festkreisteam, die alles gut eingestielt und den Gesamtüberblick nie verloren haben, dann danken wir allen Eltern, Lehrer und Schüler, die musiziert, für den Martinimarkt gebastelt und verkauft haben und all den anderen Menschen, die mit kleinerem oder größerem Einsatz zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Ein großes Dankeschön geht auch an die beiden Musiklehrerinnen mit den Klassen 5 und 9, die für den musikalischen Rahmen zur Eröffnung und am Schluss gesorgt haben und an Herrn Polak, der die Fähigkeit besitzt, an allen Stellen gleichzeitig zu sein und für jedes Problem eine Lösung zu kennen.                        

25.11.2011

Geschichtslehrertagung in Potsdam

Am 12. – 13. 11. war ich in Potsdam, um gemeinsam mit ca. 30 Geschichtslehrern an Waldorfschulen das Thema: Geschichtsunterricht zwischen Menschenkunde, Tradition und Vorgaben der Bildungsbürokratie, Inhalte und Bedingungen im Unterricht der Klassen 9 bis 11, zu bearbeiten.
Nach interessanten Vorträgen, Referaten und in Gruppen diskutierten wir lebhaft und kamen in einen fruchtbaren Austausch über Einzelthemen wie z.B. die Zeitdimension und den Aspekt der Bewegung als Grundlage ausgesuchter Gegenstände. Dabei stand stets der Bezug zum konkreten Unterrichten im Vordergrund.
Ein Höhepunkt war für alle sicher der Besuch des Stasi-Gefängnisses in Potsdam, bei dem ein Zeitzeuge seine Haft, die Gründe und die Haftbedingungen schilderte.
Dass die Tagung in Berlin statt in Stuttgart stattfand, war neu und fand bei allen Beteiligten große Zustimmung. Voll anregender Impulse und froh über den Austausch mit so vielen Kollegen schaue ich jetzt auch wieder mit neuem Blick auf die Unterrichtsgegenstände des Geschichtsunterrichtes.    
Jutta von Häring  

25.11.2011

Studieren ohne Abitur

Der Westdeutsche Handwerkkammertag informiert darüber, dass mittlerweile jede betriebliche Berufsausbildung zur Hochschulzugangsberechtigung führt.
Mit einer mindestens zweijährigen Ausbildung und mindestens drei Jahren Arbeits¬erfahrung im gelernten Ausbildungsberuf steht der Weg an Fachhochschulen und Universitäten offen. Man kann solche Studiengänge studieren, die fachlich der Ausbildung und Berufspraxis entsprechen. Das entsprechende Studium kann direkt und ohne Zugangsprüfung beginnen. Zum Beispiel kann ein/e KFZ-Mechatroniker/in ein Maschinenbau-Studium beginnen.
Will man Fächer studieren, die nicht dem bisherigen Berufsweg entsprechen, geht der Weg über ein Probestudium oder eine Zugangsprüfung an der entsprechenden Hochschule. Das Probestudium, das mindestens zwei und höchstens vier Semester dauert, ist dabei inhaltlich ein ganz normales Studium.
Für MeisterInnen und vergleichbar Qualifizierte sind alle Möglichkeiten gegeben. Ohne weitere Hürden hat man Zugang zu allen Studiengängen an den Fachhochschulen und Universitäten in Nordrhein-Westfalen.
Weil es in manchen Studiengängen mehr Bewerber/innen als Studienplätze gibt, sind diese durch einen örtlichen Numerus Clausus (NC) zulassungsbeschränkt. Jede Hochschule hält bei solchen Fächern eine bestimmte Anzahl von Studienplätzen für Meister/innen und Berufserfahrene vor, die ein fachverwandtes Studium beginnen möchten.
Bei NC-Studiengängen müssen anders beruflich Qualifizierte grundsätzlich eine Zugangsprüfung ablegen, ein Probestudium ist nicht möglich. Sie bewerben sich dann mit der Note aus der Zugangsprüfung um einen Studienplatz an der Hochschule.
Weitere Informationen und Links finden sich unter: http://www.handwerk-nrw.de/aus-und-weiterbildung/weiterbildung/hochschulzugangsberechtigung.html    

 14.10.2011
Richtig viel geschafft …

… wurde am Gartensamstag im Außengelände durch eine zwar kleine, dafür umso aktivere, anpackende Elternmannschaft. Im Wäldchen wurden zwei Bäume gefällt und die Hecke zurückgeschnitten, etliche Bäume erhielten einen Formschnitt, der Wildwuchs im Überlaufbecken hinter der Mehrzweckhalle wurde entfernt, die Beete gepflegt, im Beet vor der Cafeteria eine Buchsbaumhecke gepflanzt und es wurde geschreddert, dass die Späne flogen.
Ganz herzlichen Dank an alle tatkräftigen Eltern und SchülerInnen und ganz besonders an die Aktiven unseres Gartenkreises, Petra Querbach-Boehm, Ingrid Schasiepen, Antje Grawinkel und an Dirk Gerdes, Dirk Kruckelmann und Michael Reinicke, die als Gartenfachleute die Schnittarbeiten fachgerecht anleiteten und ausführten.

In diesem Zusammenhang geht auch ein großes Dankeschön an den Garten-Shop des Benninghofes (zwischen Gruiten und Mettmann gelegen), der uns sämtliche Pflanzen für die Buchsbaumhecke spendete und kostenlos anlieferte. In diesem gemeinnützigen Unternehmen arbeiten 40 Menschen mit Behinderung, die jährlich 300.000 Gemüsepflanzen und 900.000 Beet- und Balkonpflanzen aus eigener Anzucht produzieren - eine gute Adresse für alle, die Wert auf Pflanzen legen, die noch aus einer richtigen Gärtnerei stammen, und eine entspannte Atmosphäre zu schätzen wissen.

 

Ein Beach-Volleyball-Platz für die Schule

Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Lehrer,
am 23.6.2011 ist der Sandplatz der Waldorfschule unter tatkräftiger Beteiligung vieler Mitglieder des TSV Gruiten renoviert worden. Zwei LKW Ladungen Sand wurden in weniger als zwei Stunden auf dem Beachplatz verteilt. Dafür ein großes Dankeschön an alle Beteiligten. Den Nutzern der Waldorfschule und auch unseren Sportgruppen, die den Platz in der warmen Jahreszeit nutzen, wünschen wir viel Spaß damit.
Herzliche Grüße       
                                         Ihr Jürgen Boes, 1. Vorsitzender TSV Gruiten

Auch von unserer Seite ein sehr herzlicher Dank an die Aktiven des TSV, die weder Kosten noch Mühe am Feiertag gescheut haben, unseren Volleyballplatz wieder in einen hervorragenden Zustand zu versetzen!  
Katrin Driesen-Glittenberg

Bericht zum Klingenlauf 2011 am 23.06.2011

 „David gegen Goliath“
Auch dieses Jahr nahmen zu Fronleichnam wieder Schüler unserer Schule am Klingenlauf in Solingen teil.
Durch das gute Ergebnis aus dem Vorjahr motiviert, starteten 4 Schüler der Klasse 5 im Staffelwettbewerb der Klassen 5 und 6.
Ruben Souvignier, Fredrik Schäfer, Felix Siegert und Sebastian Berghaus mussten sich diesmal einer sehr starken Konkurrenz als 4er-Staffel über je 425 Metern stellen.
Die Jungs waren hoch motiviert und liefen ein taktisch hervorragendes Rennen. Stück für Stück wurde Platz für Platz gutgemacht und nach großem Kampfgeist ein ausgezeichneter 5. Platz herausgelaufen.
Einige große Schulen in Solingen ließen bis zu 5 Staffeln starten und konnten ihre Staffeln aus bis zu 12 Schulklassen auswählen.
Gegen diese „Goliaths“ konnten sich unsere Läufer mit Köpfchen und Teamgeist sehr gut behaupten und hatten ein schönes Gemeinschaftserlebnis.
Für das nächste Jahr hat man sich einen erneuten Start vorgenommen.
Vielleicht steht dann noch die ein oder andere weitere Staffel unserer Schule mit an der Startlinie…
Michael Berghaus

Der Gartentag am 2. April 2011

Am letzten Samstag ist das Außengelände der Schule verschönert worden! Die Klassenbeete wurden gepflegt, Schüler der 10. Klasse haben ihr Beet selber gesäubert, Bäume wurden gefällt, geschnitten und alles unter großen Anstrengungen geschreddert. Der untere Treppenabgang wurde neu bepflanzt, Bänke wurden gebaut, Fenster gestrichen und der Bauwagen im Hortwäldchen ist umgezogen. Bei tollem Frühlingswetter wurde viel geschafft und das kann man auch sehen.
Wer Lust hat, kann sich ja mal Zeit für einen Rundgang nehmen. Wir freuen uns für die Schüler dieser Schule und bedanken uns bei allen Helfern!
Es sind noch private Gerätschaften liegen geblieben. Wir haben sie in den Gartenbaugeräteraum gebracht. Bitte dort einmal nachschauen, wer etwas vermisst. Mit herzlichen Grüßen vom Gartenkreis             Antje Grawinkel, Monika Kieroth, Petra Querbach-Boehm, Ingrid Schasiepen

Ein schöner Tag und voller Erfolg war unser großer Gemeinschafts-Gartentag am Samstag!
Ein herrlicher Sommertag am 2. April, gutgelaunte, motivierte SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, ein lecker bestücktes Brunchbuffet und vor allem: Viele fleißige HelferInnen, die ganz viel geschafft haben.
Die Fenster im Erdgeschoss der Nordfassade (zum Feld hin) sind komplett geschliffen und vorgestrichen, darüber hinaus haben die Sockel der Bänke und Tische vor der Cafeteria einen farbigen Anstrich bekommen.  Zehn neu gebaute Bänke laden auf dem Hof zum Sitzen ein, in alle Beete hat der Frühling sichtbar Einzug gehalten, der Hang zum „Hintereingang“ der Schule (Holztreppe) wurde befestigt und bepflanzt. Auf dem Hügel zwischen Mehrzweckhalle und Kindergarten hat das Klettergerüst eine neue Takelage bekommen, die Löcher im Boden der Schuleinfahrt wurden aufgefüllt.
Und natürlich die große Fällaktion: Von allen Zuschauern bestaunt fiel die riesige Kiefer im perfekt berechneten Winkel auf den Parkplatz und wurde anschließend in mehrstündiger Arbeit zerlegt und geschreddert. Dafür gebührt dem externen Fachmann Zeljko Erdeljac, ein besonderer Dank, er schenkte der Schule seine Arbeitszeit für das Fällen und sorgte für die gelungene Metamorphose der Kiefer in einen Pilz (schauen Sie selbst…).
Dem Organisationsteam des Gartenkreises und allen Beteiligten ein ganz herzliches Dankeschön, es hat Spaß gemacht, gemeinsam so viel zu schaffen!         Katrin Driesen-Glittenberg

P.S. Im Foyer kann  man sich die Fotodokumentation des Tages anschauen – eine  reizvolle Kombination aus Frühlingserwachen und tatkräftiger Arbeitsfreude.

Jubiläumsfest am 19.März 2011

Unseren Jubiläumstag …

… am Samstag haben wohl alle, die dabei waren – und das waren so viele Menschen, wie  sonst nur auf dem Martinimarkt  – als ein überaus gelungenes, von heiterer und  kommunikativer Stimmung geprägtes, die Schulgemeinschaft stärkendes, von vielfältigen Angeboten und Darbietungen geprägtes Fest und, und, und … erlebt, das allen großen wie kleinen Gästen viel Freude und Raum für Begegnung geboten hat.
Beginnend mit einer Monatsfeier, auf der u.a. die Klasse 9 die im Handarbeitsunterricht hergestellten Kleider, Kapuzenpullis und Bademäntel auf einer Modenschau mit viel Schwung vorführte und die Klasse 8 mit einer Szene aus ihrem Klassenspiel Geschmack auf mehr machte, stand der Nachmittag nach der überzeugenden Darstellung der Klasse 6 mit ihrer Lohengrin-Aufführung ganz im Zeichen der Begegnung sowohl der persönlichen Art wie auch in Form einer Diashow, die die letzten 25 Jahre Schulgeschichte Revue passieren ließ.
Wie es an unserer Schule schon „betriebliche Übung“ ist, ließ die Verköstigung nichts zu wünschen übrig: Das nachmittägliche Kaffee- und Kuchenangebot wie auch das abendliche Buffet war dank vieler Bäcker und Köche verlockend; sogar eine echte Konditor-Geburtstags-Torte gab es.

Als um 19.30 Uhr das Abendprogramm in der Mehrzweckhalle beginnt, ist der Andrang so groß, dass ein Teil der Gäste nur noch einen Stehplatz ergattert. Die nächsten zwei Stunden geben einen Überblick, was in unserer  „Wundertüte Waldorfschule“ alles möglich ist:
Musikalische Beiträge ganz verschiedener Art, Beiträge ehemaliger Schülerinnen, von Eltern, Lehrern und Schülern, Kabarett, ein „Elternabend“ der besonderen Art vom Ensemble Spielwut und zum Ende der mitreißende Auftritt des Tanztheaters unserer Oberstufenschüler. Sie bilden den Übergang zum zweiten Teil des Abend, zu dem es in der Einladung zum Fest heißt: ‚Und dann nimmt der Abend an Fahrt auf’. Damit ist nicht zuviel versprochen, der DJ legt auf und die Mehrzweckhalle wird zum Tanzhaus. Jung und alt tanzen,  bis um 1.00 Uhr nachts dieser vielseitige, schöne  Jubiläumstag zu Ende geht.
Am nächsten Morgen verwandeln fleißige Helfer den Festsaal wieder in ein Schulhaus, dem man den Jubiläumsandrang nicht mehr ansieht.

An dieser Stelle möchte ich im Namen des gesamten Vorstandes ein großes Dankeschön an den Jubiläumskreis (Stella Dodillet, Almuth Huland, Susanne Karthaus, Anita Krause, Andrea Schamuhn) aussprechen, der seit über einem Jahr mit großem zeitlichen und persönlichen Einsatz, Kreativität und Mut zum Risiko (Finanzierung von Gagen) die zahlreichen Jubiläumsaktivitäten plant, koordiniert und umsetzt. Außerdem gilt unser Dank all denjenigen, die das Fest an verschiedensten Stellen mit Schwung und Verantwortung unterstützt haben. Für viele Aufgaben gab es Arbeitsgruppen und Verantwortliche: Für Aufbau und Dekoration, Schilder, Technik, Café, Buffet und Küche, Herrichtung der Klassen. Der Dank geht natürlich auch an die Moderatoren und an die Menschen, die etwas für den Abend einstudiert und es dann aufgeführt haben, schließlich in ganz besonderer Weise an das Tombolateam, Claudia Friele und Renate Hunstock und an Ursula Ries für das Erstellen von Ausstellung und Diashow. Alle drei haben unglaublich viel Zeit und Initiative in die Vorbereitung gesteckt.

Toll, dass so viele engagierte Menschen unsere Schule mittragen und ein solch schönes Fest ermöglicht haben, danke!
Für die Vorstände           Katrin Driesen-Glittenberg

Und noch eine Stimme

Noch ist das Jubiläumsschuljahr nicht zu Ende, aber nach diesem gelungenen Jubiläumsfest am letzten Samstag, möchte ich die Gelegenheit ergreifen und allen Mitgliedern des Jubiläumskreises ein dickes „Dankeschön“ aussprechen.
Nicht nur das Fest am letzten Samstag, auch alle vorherigen Aktionen, seien es so kleine Aktionen wie der Punschstand oder das Kreidemalen auf dem Schulhof, als auch die Einladungen von Referenten und das Organisieren von Vorführungen zeichneten sich aus durch eine gelungene Mischung aus Kreativität, Spontanität und Organisation, die so nicht immer anzutreffen ist.
Ich danke allen ganz herzlich für die viele Vorbereitungszeit, die sie der Schulgemeinschaft geschenkt haben und ich freue mich auf die noch kommenden Ereignisse.               Andrea Behr-Fischer

Jubiläums-Spenden

Am Samstag wurde nicht nur gefeiert, es gab auch eine sehr erfolgreiche Tombola mit tollen Gewinnen. Aus dem Losverkauf kamen fast genau 2000,- € zusammen. Die Hälfte hiervon, 1000,-€, wird am 01.04.2011 dem CVJM Haan als Spende zur Unterstützung der offenen Jugendarbeit übergeben. Dies soll nicht zuletzt ein Zeichen der Verbundenheit der Schule mit unserem sozialen Umfeld sein.
Über die Verwendung der anderen Hälfte wird erst am Ende des Jubiläumsjahres entschieden. Vorläufig steht sie dem Jubiläumskreis als finanzieller Puffer zur Verfügung. Sollte dieser Puffer nicht benötigt werden, entscheiden die beiden Initiatorinnen der Tombola, Claudia Friele und Renate Hunstock, gemeinsam mit dem Jubiläumskreis, welche schulische Aktivität damit unterstützt werden soll.
Aber das ist noch nicht alles: Für viele war der mitreißende Auftritt unserer Oberstufenschüler mit dem in der Projektwoche erarbeiteten Tanztheater ein Highlight des Samstagabend-Programms. Die Erarbeitung dieses Stückes geschah unter professioneller Anleitung des Düsseldorfer Tanztheaters „Kabawil“, und wie es bei solch gefragten Profis der Fall ist, verlangen diese eine entsprechende Gage. Wir freuen uns sehr, dass durch die vereinten Spenden-Kräfte von drei Elternhäusern und unserem örtlichen Kreditinstitut, der Stadtsparkasse Haan, dieser Betrag in voller Höhe als Spende für die Projektwoche zur Verfügung gestellt werden konnte. Wir danken dem Kultur- und Sozialfonds der Stadtsparkasse Haan für die großzügige Spende in Höhe von 3.000 Euro und den drei Elternhäusern, die ungenannt bleiben möchten, von Herzen.  
Für die Vorstände                   Katrin Driesen-Glittenberg

 

Zwei Systeme im Vergleich - Was kann die Waldorfschule wirklich?

Aus der Zeitung - RP vom 07.03.2011

(RP) Heiner Barz, Bildungsforscher an der Düsseldorfer Heine-Universität, hat erste Ergebnisse einer Studie vorgelegt, zu der Waldorfschüler und Schüler von Regelschulen befragt wurden. Resultat: mehr Lernfreude bei den Waldorfschülern, mehr Erfolg beim "Lernen des Lernens" in der Regelschule.

Der 150. Geburtstag des Philosophen, Pädagogen und Reformers Rudolf Steiner (1861–1925) hat kürzlich den Blick wieder verstärkt auf jene 222 privat geführten, gleichwohl staatlich geförderten Waldorfschulen in Deutschland gelenkt, deren Lehrer nach anderen Konzepten als die Kollegen in den Regelschulen unterrichten. Welche Schulform die bessere ist, das war lange Zeit eine Angelegenheit des Glaubens oder doch der begrenzten, individuellen Erfahrung. Zu Steiners Geburtstag hat Prof. Heiner Barz, Bildungsforscher an der Universität Düsseldorf, jetzt erste Ergebnisse einer Studie vorgelegt, die sich mit der Unterrichtsqualität beider Systeme befasst. Zweiter Autor der Studie ist Prof. Dirk Randoll von der an Waldorf-Prinzipien orientierten Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn.

Das vorläufige Ergebnis der noch nicht ganz abgeschlossenen Studie lautet: "Größere Lernfreude, bessere Unterstützung durch die Lehrer, höheres Selbstbewusstsein, weniger Schulstress und geringere Gesundheitsprobleme wie Schlafstörungen oder Schulangst – das steht auf der Haben-Seite der Waldorfpädagogik beim Vergleich von Waldorf- und Regelschülern. Die Inanspruchnahme von Nachhilfe indessen bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie an Regelschulen."

Gut in kultureller Bildung
Blättert man die Studie durch, gelangt man zu dem Schluss, dass die Waldorfschüler nur in einem wesentlichen Punkt schlechter abschneiden als die Staatsschüler: bei den Lerntechniken, die von der konventionellen Didaktik heute als wichtig erachtet werden. Beim "Lernen des Lernens" sind die Waldorfschüler den Regelschülern unterlegen. "In der Schule habe ich gelernt, Nachschlagewerke zu nutzen" – dieser Feststellung stimmen unter den Waldorfschülern nur 65 Prozent zu, unter den Regelschülern dagegen 81 Prozent.

Weit vorne dagegen stehen die Waldorfschüler der Studie zufolge bei der kulturellen Bildung. Sie beschreiben sich als sehr gut gefördert (87 Prozent) und sind in ihrer Freizeit künstlerisch deutlich aktiver als Regelschüler.

Die Quereinsteiger sind ein Sonderfall
Als problematisch haben sich in den Waldorfschulen die Quereinsteiger erwiesen. Von ihnen bekommen 31 Prozent Nachhilfe, während diejenigen, die ab Klasse eins die Waldorfschule besuchen, nur zu 20 Prozent zusätzliche Hilfe beanspruchen. Auch spielt die Vorbereitung auf staatliche Abschlussprüfungen, insbesondere das Abitur, eine Rolle: Waldorfschüler fühlen sich schlechter auf staatliche Abschlussprüfungen vorbereitet als Schüler an Regelschulen.

Der Anteil der Quereinsteiger an Waldorfschulen liegt der Studie zufolge recht hoch: bei 45 Prozent. Das bedeutet, dass fast die Hälfte der Schüler vor dem Besuch der Waldorfschule andere Schulformen durchlaufen hat. Dem Lernerfolg der Waldorfschulen kommt laut Studie zugute, dass dieser ursprünglich als Arbeiterbildungsschule konzipierte Typ mittlerweile zu einer Schule des Bildungsbürgertums geworden ist. Kinder von Migranten oder aus sozialen Brennpunkten sind deutlich unterrepräsentiert. Das allerdings gilt ebenso für das Gymnasium.

Steiners Lehre kennen die wenigsten
Ein weiterer bemerkenswerter Befund: Kinder, die nicht in einer klassischen "Kernfamilie" aufwachsen, sind in der Waldorfschule deutlich überrepräsentiert. Rund 40 Prozent der Eltern in der aktuellen Waldorfschulstudie sind alleinerziehend.

Oft hört man, dass Waldorfschulen die Kinder und Jugendlichen zur Anthroposophie erzögen, also zur ganzheitlichen, auch Esoterik umfassenden Lehre von Rudolf Steiner. Die Studie dagegen zeigt, dass nur 13 Prozent in der spezifisch anthroposophischen Christengemeinschaft konfirmiert wurden. "Auch die als Indiz für die angeblich verqueren Unterrichtsinhalte gerne angeführten Äußerungen Steiners zur mythischen Insel Atlantis", so heißt es weiter, "sind nur einem kleinen Teil der befragten Schüler bekannt." Im Übrigen konnte kaum einer erklären, worin die Lehre von Rudolf Steiner besteht.

Das allerdings – so muss man hinzufügen – überfordert selbst die meisten Erwachsenen. Denn Steiner war auf so vielen Feldern tätig, dass kaum einer in der Lage ist, ihm überallhin zu folgen, geschweige denn den Zusammenhang der Einzelgebiete zu erkennen.

Erster Eurythmie-Flashmob der Welt: Wir waren dabei!

24.02.2011

Köln Hauptbahnhof Gleis 1: Der Rudolf-Steiner-Express steht abfahrtbereit. Eine alte TEE-Lokomotive ist vorgespannt. Anlässlich des 150. Geburtstags Rudolf Steiners sollte der Zug dessen Lebensstationen innerhalb von vier Tagen abfahren. Doch bevor er pünktlich um 9.16 Uhr starten konnte, musste er noch getauft werden. Und vorher gab es natürlich Eurythmie.
Die SchülerInnen aus Klasse 9, 11 und 12 hatten ihre LehrerInnen überredet, mit Ihnen nach Köln zu fahren. Ein paar Eigen-Willige aus anderen Klassen waren auch dabei. Morgens um halb acht ging es los. Früher als sonst! Alle waren da, keiner hatte verschlafen! Ein guter Auftakt. Was zu tun war, hatten sich Viele schon vorher in Youtube angeschaut.
Vor der Parfümerie gab es die Gewänder. Viel zu wenige für die über 300 TeilnehmerInnen. Und ganz „spontan“ kam man aus verschiedenen Richtungen auf den Bahnhofsvorplatz. Alle zogen ihre roten Regencapes über und dann wurde das große Halleluja eurythmisiert. Der Bundesvorstand der Freien Waldorfschulen sah mit Wohlgefallen zu.
Das Ganze noch mal auf den Treppenstufen zum Dom. Und nun folgte Ballen und Lösen. Toll, sich mal auf einem so riesigen Platz aufzulösen und vor dem Haupteingang wieder zusammen zu knubbeln. Um den Info-Schalter schreitend – Heben, Tragen, Stellen – kam das Ganze zum Abschluss, bis alle auf dem Boden kauerten.
Am Gleis 1 trafen alle wieder zusammen. Der gesamte Sicherheitsdienst einschließlich Bundespolizei blickte gar nicht mehr durch, stand auf den Treppen herum, die er eigentlich freihalten wollte. Dann die Taufe. Ein Pfiff der Lokomotive. Abfahrt. Jubelnd und winkend wurde der Rudolf-Steiner-Express verabschiedet.

Andreas R. Müller

150 Jahre Rudof Steiner 2011

27.02.2011

Rudolf Steiner immer wieder neu entdecken

Bund der Freien Waldorfschulen würdigt den Begründer der Waldorfpädagogik
aus Anlass seines 150.Geburtstags als großen Impulsgeber des 20.Jahrhunderts
Stuttgart. Die Verdienste von Rudolf Steiner um einen Paradigmenwechsel in der Pädagogik des 20.Jahrhunderts hat der Bund der Freien Waldorfschulen anlässlich des 150.Geburtstags des Begründers der Waldorfpädagogik hervorgehoben. "Niemand hat in diesem Ausmaß vorher das Kind, seine mitgebrachten Begabungen und seine Entwicklung so in den Mittelpunkt
der pädagogischen Tätigkeit gestellt. Steiner war darin radikaler als alle anderen Reformer", betonte dazu Walter Riethmüller vom Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen. Die Begründung der Waldorfpädagogik mache den Wechsel von einer lernziel- hin zu einer entwicklungsorientierten
Erziehung sichtbar. Die Waldorfschulbewegung hege Steiner gegenüber "eine große Dankbarkeit", so Riethmüller weiter. Bis heute lieferten seine Ideen viele fruchtbare Anregungen für die Schulpraxis. Wenn
man mit Anthroposophie intensiv arbeite, scheine immer wieder Zukünftiges auf. Was Steiner den Lehrern allerdings abverlangt habe, sei eine bewusste Zeitgenossenschaft gewesen: " Es kommt darauf an, dass jeder Lehrer individuell Steiners Impulse zeitgemäß weiterentwickelt. Steiner hat keine Rezepte geliefert, man muss seine Anregungen zu jeder Zeit wieder
neu für sich entdecken."
Die Rolle Steiners als Impulsgeber, die jetzt in den Ausstellungen in Wolfsburg und Stuttgart für den Bereich der Kunst deutlich werde, gelte auch für den Bereich der Erziehung. "Für uns ist es deutlich erkennbar, wie viel Anleihen das Schulwesen bei der Waldorfpädagogik bisher gemacht hat", so Riethmüller weiter. Koedukation, Fremdsprachenunterricht ab der 1.Klasse,
Grundschulzeugnisse als Text anstelle von Noten, Praktika und vieles mehr seien zuerst in den Waldorfschulen verwirklicht worden.
 Die Waldorfschulen in Deutschland, von denen vor kurzem die 225. in den Bund der Freien Waldorfschulen aufgenommen worden ist, begehen den 150.Geburtstag des Begründers der Waldorfpädagogik mit Veranstaltungen, Vorträgen und Tagen der Offenen Tür zum Teil auch mit anderen Einrichtungen zusammen, die auf der Basis von Rudolf Steiners Anthroposophie arbeiten.
In Interviews hatten Vertreter der anthroposophischen Bewegung Steiner als "ungewöhnlich schöpferischen Menschen" bezeichnet, dessen Blick auf die Menschen und die Welt "herausfordernd, originell und ungewohnt" gewesen sei. "Vor diesem Hintergrund ist auch die Kontroverse um sein Wirken zu sehen", meinte Walter Riethmüller vom Bund der Waldorfschulen weiter. Steiner habe immer zu eigenständiger Auseinandersetzung mit seinen Ideen angeregt. Die Waldorfschulbewegung freue sich daher über den gesellschaftlichen Diskurs
zum Thema Steiner, der durch das Jubiläum jetzt in Gang gekommen sei. "Der Bund der Freien Waldorfschulen wird sich diesem Dialog auf allen Ebenen stellen, auf der Ebene der Schulen und auch der Waldorf-Hochschulbewegung", betonte Riethmüller. Auch die letzte Delegiertentagung der Vertreter aller Waldorfschulen hatte sich Ende Januar intensiv mit der Beziehung zu Rudolf Steiner beschäftigt. Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für
Musik und Theater in Hamburg, hatte dabei die These vertreten, dass man nur durch einen persönlich-biographischen Zugang zu einer wirklichen Begegnung mit Steiner kommen könne.

Pressestelle des Bundes der Freien Waldorfschulen
Cornelie Unger-Leistner
Wagenburgstraße 6
70184 Stuttgart
Tel.0711- 2104225

Die Veröffentlichung des folgenden Artikels erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Redaktion  "Erziehungskunst"

 »Habt ihr eure Lehrer lieb?« Rudolf Steiner als Pädagoge

Von Christof Wiechert, Februar 2011

Die Frage wird oft gestellt: »Wie war denn Steiner selbst als Pädagoge?« Sie gibt uns die Gelegenheit zu entdecken, dass Steiner immer nur das lehrte, was er auch selbst tat oder leistete. Die folgenden knappen Skizzen zeigen, wie durch Menschenliebe eine Lehrerpersönlichkeit prägend und heilend auf ihre Schüler zu wirken vermag.


Alle Erziehung ist Selbsterziehung
Dass Rudolf Steiner im umfassendsten Sinne des Wortes Lehrer war, kann man schon manchen Sätzen seines Buches »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?« entnehmen.

Im Kapitel über die Bedingungen der Selbsterziehung heißt es, man müsse sich »als ein Glied« des ganzen Lebens fühlen. Man müsse sein Gefühlsleben so entwickeln, dass man sich nicht dem Leben gegenüberstellt, sondern mitten in es hinein. Wie diese Lebenshaltung entwickelt werden kann, zeigt Steiner an zwei Beispielen.

»Bin ich Erzieher und mein Zögling entspricht nicht dem, was ich wünsche, so soll ich mein Gefühl zunächst nicht gegen den Zögling richten, sondern gegen mich selbst. Ich soll mich so weit als eins mit meinem Zögling fühlen, dass ich mich frage: ›Ist das, was beim Zögling nicht genügt, nicht die Folge meiner eigenen Tat?‹ Statt mein Gefühl gegen ihn zu richten, werde ich dann vielmehr darüber nachdenken, wie ich mich verhalten soll, damit in der Zukunft der Zögling meinen Forderungen besser entsprechen könne. Aus solcher Gesinnung heraus ändert sich allmählich die ganze Denkungsart des Menschen. Das gilt für das Kleinste wie für das Größte. Ich sehe aus solcher Gesinnung heraus zum Beispiel einen Verbrecher anders als ohne dieselbe. Ich halte zurück mit meinem Urteile und sage mir: ›Ich bin nur ein Mensch wie dieser. Die Erziehung, die durch die Verhältnisse mir geworden ist, hat mich vielleicht allein vor seinem Schicksale bewahrt.‹ Ich komme dann wohl auch zu dem Gedanken, dass dieser Menschenbruder ein anderer geworden wäre, wenn die Lehrer, die ihre Mühe auf mich verwendet haben, sie hätten ihm angedeihen lassen. Ich werde bedenken, daß mir etwas zuteil geworden ist, was ihm entzogen war …« 

Arbeiterbildung in Berlin
Steiner schrieb diese Sätze, kurz nachdem er seine Dozentenstelle an der von Walter Liebknecht gegründeten Arbeiter­bildungsschule in Berlin aufgegeben hatte. Er unter- ­richtete dort von 1899 bis 1904. Man hatte ihn schon viel früher aus dem Kollegium entfernen wollen, aber man wagte es nicht, weil er der beliebteste und ge­achtetste Lehrer war. Ein Augenzeuge berichtet: »Es war wohl um das Jahr 1904, als er sein Lehramt an der Arbeiterbildungsschule niederlegte. Die buchstabengläubigen Zionswächter hatten schon lange gegen den marxistisch nicht stubenreinen Lehrer gebohrt. Er war als Ketzer verdächtig, und nur die große Liebe, mit der die Schüler an ihm hingen, hatte die Gegner gehindert, loszuschlagen. Endlich aber war es doch soweit. Sie schickten den kleinen Max Grunewald, einen sattelfesten Marxisten, vor. Man setzte einen Abend fest, an dem die beiden Gegner sich messen sollten. Es wurde eine Geisterschlacht von gewaltigem Ausmaß. Steiner war in ganz großer Form. Er sprach mit dramatischer Steigerung, er rückte seinem Gegner mit einem unheimlichen Wissensschatz auf den Leib, er sprach mit Leidenschaft und Feuer und zwang selbst die Feinde in seinen Bann. Der kleine verkrachte Mediziner Grunewald kam gar nicht erst auf die Beine. Er war durchaus nicht dumm und sonst gefürchtet wegen seines Witzes und seiner Schlagfertigkeit. Aber er hatte schon bei der ersten Runde hoffnungslos verloren. Steiner ging, aber er ging als Sieger, umjubelt von seinen getreuen Schülern.«

Zu dieser Zeit unterrichtete Steiner an einer privaten Mädchenschule in Berlin. Eine seiner Schülerinnen wurde viele Jahre später auf Steiner aufmerksam und erkannte in ihm ihren Lehrer aus der Berliner Zeit. Sie besaß als »Backfisch« ein ausgesprochen sanguinisches Naturell und musste sich von den anderen Lehrern viele Ermahnungen gefallen lassen. »Nur Dr. Steiner tat immer, als ob er gar nichts merkte«, schrieb sie im Rückblick, »und sprach ruhig weiter, bis sie wieder Interesse zeigte. Während sie von den Inhalten der Stunden nichts mehr erinnert, hat sich ihr diese Seelenhaltung tief ins Gedächtnis eingeprägt.« 

Hauslehrer bei Familie Specht
Vor dieser Zeit unterrichtete Steiner von 1884 bis 1890 bei der jüdischen Familie Specht in Wien als Hauslehrer. Er hatte die vier Söhne von Pauline und Ladislaus zu erziehen. Als er diese Aufgabe annahm, war er gerade 23 Jahre alt. Als er nach sechs Jahren um ein Zeugnis bat, schrieb Ladislaus Specht als letzten Satz: »Es ist nach Obigem selbstredend, dass Herr Steiner nur auf seinen eigenen Wunsch mein Haus verließ, begleitet von dankbarer Anerkennung meiner ganzen Familie.«

Der zweitälteste der vier Söhne, Otto, galt wegen seines Wasserkopfes als nicht bildungsfähig. Als Steiner seine Ar­beit begann, war Otto elf Jahre alt, hatte gerade die Aufnahme­prüfung für die erste Volksschulklasse nicht bestanden und seitdem nichts gelernt, da er nicht zur Schule ging. Nach zwei Jahren hatte Steiner den Jungen soweit, dass er ins Gymnasium konnte und bemerkte, »der Kopf wurde immer kleiner«.

Dieses Beispiel verwendet Steiner öfter, um das Prinzip der Ökonomie des Unterrichts zu erläutern. Der Junge war Anfangs so schwach, dass er nur fünfzehn Minuten Unterricht am Tag ertrug. Steiner brauchte volle drei Stunden, um den Stoff zu komprimieren. In dem Jungen muss durch diesen Unterricht ein gewaltiger Selbstheilungsprozess angeregt worden sein.

Auch wenn hier Vieles geheimnisvoll bleibt, kann doch gesagt werden: Die heilende Wirkung der Pädagogik, die hier sichtbar wird, stellt so etwas wie das Urbild der Erziehungskunst dar, die bis heute von den Waldorfschulen angestrebt wird.

Der Unterricht, den Steiner in dieser Familie erteilte, hatte eine große Anziehungskraft. Cousinen, Neffen, Kinder von befreundeten Familien fanden sich ein. Nachdem Steiner Wien verlassen hatte, blieb er mit vielen Familienmitgliedern in brieflichem Kontakt. Und obwohl Pauline Specht fast jeden Brief mit einer Rüge über Steiners Schreibfaulheit beginnt, spürt man doch die Liebe, Anhänglichkeit, Hochachtung und Dankbarkeit, die sie für den ehemaligen Lehrer empfindet.

Dem Geheimnis der lange fortwirkenden Lehrerper­sönlichkeit begegnet man auch in manchen Biographien ehemaliger Waldorfschüler, den zahlreichen persönlichen Ratschlägen an Eltern für die Erziehung ihrer Kinder und den erstaunlich wirksamen Hilfen bei der Überwindung von Krankheiten. 

Ein Lehrer der Menschenliebe
Wo erleben wir Steiner als Pädagogen bei der Begründung der Waldorfschule? Da gibt es viele kleine Szenen: Er konnte zum Beispiel nicht über den Schulhof gehen, ohne dass Kinderschwärme ihn umringten. Oder er litt darunter, wenn die Lehrer in den Konferenzen nur das Schwierige an ihren Schülern sahen. Und er freute sich aufrichtig, als ein Schüler eine Form gemalt hatte, die ihn derart inspirierte, dass er diesen Jungen in der Pause sehen wollte und ihm für die Form dankte, die er beim Goetheanum-Bau in Dornach zu verwenden gedachte.

Aber es gibt auch die großen Szenen, die Ansprachen an die Schüler und die Besuche in den Klassen.

Die Schule hat am 16. September 1919 ihren Unterricht aufgenommen, am 21. Dezember versammelt sich die Schulgemeinschaft – die Klassen 1–8, die Lehrer und Eltern – zur ersten Weihnachtsfeier der neuen Schule. Steiner hält eine Ansprache: 

»Meine lieben Kinder! Vor einigen Wochen, als wir zum ersten Mal alle in diese Schule gingen, da besuchte ich euch öfter. Dann kamen ein paar Wochen, da musste ich ziemlich weit weg von hier sein. Aber jedes Mal, wenn ich morgens aufgestanden war und zu meiner Arbeit ging, da musste ich denken: Was werden jetzt meine lieben Waldorfkinder und ihre lieben Lehrer machen? Und oft am Tage kam mir dieser Gedanke. Und jetzt zur lieben Weihnachtsfeierzeit, da durfte ich euch wiederum besuchen. Da kam ich in alle Klassen hinein, und viele von euch, meine lieben Kinder, fragte ich: Habt ihr eure lieben Lehrer auch lieb? (Ja! rufen die Kinder) Und seht ihr, so habt ihr mir herzlich geantwortet. Und da sagte ich euch: Das ist mir ein ganz besonders liebes Weihnachtsgeschenk!« 

Kurz vor dem Ende dieser Ansprache richtet er noch folgende Worte an die Schüler: »Kinder, wenn ihr hereintretet in diese Räume und eure Kameraden und Kameradinnen findet, dann denkt daran, dass ihr einander auch herzlich lieben sollt, jeder und jede den anderen. Liebe soll walten unter euch, dann werdet ihr unter der Sorgfalt eurer Lehrer gedeihen, und eure Eltern werden zu Hause ohne Sorge und auch mit Liebesgefühlen daran denken, wie ihr hier eure Zeit zubringt.«

Dieses Motiv, dass die Schulgemeinschaft durch die Liebe, die gegenseitige Wertschätzung aller entsteht, kommt in all seinen Ansprachen vor, zusammen mit der herzlichen Aufforderung, fleißig und aufmerksam zu sein, die oft in reizende Fabeln gekleidet ist. 

Pädagogik ist angewandte Phantasie
Im Juni 1924 besuchte Steiner die erste Waldorfschule außerhalb Deutschlands in Den Haag. Er kam in die Klasse des Schulgründers Daniel van Bemmelen im Zeichen­unterricht, Schwarz-Weiß-Schraffur. Van Bemmelen ver­suchte, die Schüler einen von der Sonne schräg be­leuch­teten Baum zeichnen zu lassen. Da stellte sich Steiner vor die Schüler, nahm einen Putzlappen und den runden Tafelschwamm, hielt die beiden übereinander, trat ans Fenster, so dass Licht darauf fiel, und stellte voller Freude fest, jetzt habe man den Baum, den man zeichnen könne. Dem Lehrer wurde schlagartig bewusst, was angewandte Phantasie ist.

Eine weitere Episode: Rudolf Treichler gehörte zum Urkollegium der Stuttgarter Waldorfschule. Als Klassenlehrer und Fremdsprachen­lehrer war er eine der Stützen der Schule bis zu ihrer Schließung durch die Nazis. Zu ihm kam Steiner eines Tages in den Englisch-Unterricht, es  mag wohl in der sechsten oder siebten Klasse gewesen sein. Treichler schildert: »... ich hatte – wie später immer wieder – das Vaterunser auf Englisch durchgenommen und mit den Kindern zu lernen begonnen. Rudolf Steiner kam gerade herein, als wir die Schlussworte sprachen: ›For thine is the kingdom, the power and the glory – for ever and ever‹.

Als wir fertig waren, stand Rudolf Steiner auf, trat zur Tafel, nahm eine Kreide in die Hand und sagte zu den Kindern: ›Ihr habt jetzt die schönen Schlussworte des Vaterunsers auf Englisch gesprochen und wisst natürlich auch die deutschen Worte dazu. Nun, jedes Königreich hat einen gewissen Umfang, eine bestimmte Größe‹ – und dabei zeichnete er einen Kreis – ›... und die Kraft dieses Reiches, die sitzt wohl wo?‹ – ›... in der Mitte‹, antworteten die Schüler. ›Ja in der Mitte‹, sagte Steiner und setzte den Mittelpunkt in den Kreis – ›... und die Herrlichkeit, der Glanz, den dieses Reich ausstrahlt, der leuchtet weit hinaus!‹ Dabei zeichnete er etwas wie Glanz- und Lichtstrahlen darum herum. Und nun fuhr er fort. ›Wie sieht das nun aus das Ganze?‹ Nach kurzem Zögern kam von allen Seiten der Ruf: ›Wie die Sonne!‹ – ›Ja, das ist die Sonne‹, sagte sichtlich befriedigt Rudolf Steiner und ging hinaus.«

Eines kann durch die wenigen Beispiele deutlich werden: Wo auch immer Steiner als Pädagoge wirkte, manifestierte sich jene allumfassende Menschenliebe und pädagogische Phantasie, von der am Anfang die Rede war. Es gibt keine Erziehung, die diesen Namen verdient, ohne diese Menschenliebe. 

 

Zum Autor: Christof Wiechert war bis vor Kurzem Leiter der pädagogischen Sektion am Goetheanum. Zuletzt ist sein Buch Lust aufs Lehrersein im Verlag am Goetheanum erschienen. 

Literatur:

Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? (GA 10).

Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe, »Wissen ist Macht – Macht ist Wissen« (Nr. 111), Dornach 1993; Dass.: Rudolf Steiner als Hauslehrer und Erzieher (Nr. 112/113), Dornach 1994

Erika Beltle (Hrsg.): Erinnerungen an Rudolf Steiner, Stuttgart 2001

Rudolf Steiner in der Waldorfschule (GA 298), Dornach 1980

Frans Lutters: Daniel Johan van Bemmelen 1899-1982, Driebergen 2005

Aktuelle links zu Rudolf Steiner:

http://www.kunstmuseum-stuttgart.de/__FS/pdfs/Booklet_Steiner_KMS_Internet_6c01ea.pdf

http://wissen.dradio.de/programmschema

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4444472

 

 

„ BEGEGNUNG“ lautete das Motto der Projektwoche vom 7.-11. Februar 2011

Schmuckgestaltung

Neben dem normalen Unterricht der für die Unter- und Mittelstufe stattfand, war für die Oberstufe die Woche mal ganz anders:
Nach den ersten beiden Unterrichtsstunden durften sich die Schüler in ihren frei gewählten Kursen 2 Doppelstunden lang mit etwas ganz anderem als sonst beschäftigen. Die Kurse wurden von Lehrern, Eltern, Schülern und Gästen geleitet. Angeboten wurde Kochen, Schmuckgestaltung, Malen, Photographie, Improvisationstheater, Hiphop, Rap, Schneidern und Städteplanung. Dass man sich als Schüler klassenübergreifend in den Kursen begegnen konnte, war sicherlich auch ein wichtiges und schönes Erlebnis.
In allen Kursen war Freude und Engagement zu erleben, so dass man am Freitag um 13 Uhr in der reichhaltigen Ausstellung die vielen entstandenen Dingen bestaunen konnte. Im Anschluss an die Ausstellung gab es eine erste Bühnenvorführung des Improvisationstheaters, der Hiphoper und Raper.
Die Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern was so positiv, dass sie sich auch fürs nächste Jahr eine  solche Projektwoche wünschen. 
Fotogalerie Projektwoche

 

Der TSV Gruiten dankt der Schule

Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Lehrer,
seit einigen Jahren trainiert der TSV Gruiten mit verschiedenen Übungsgruppen und Mannschaften in der Sporthalle Ihrer Schule. Zurzeit wird die Halle von unseren Tischtennisspielern, unseren Senioren- und Jugendvolleyballern, von unseren Einrad-Kids und als Wintertrainingsstätte von unseren A- und B-Jugendlichen der Fußballabteilung genutzt. Außerdem bietet die Turnabteilung den Kurs Wirbelsäulengymnastik seit vielen Jahren hier an. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Ihnen, dass wir auf diese zusätzliche Trainingsstätte zugreifen dürfen. Ohne diese Möglichkeit müssten wir einige Trainingseinheiten aus unserem Sportangebot herausnehmen und viele Aktive könnten nicht den Sport ausüben, den sie sich wünschen. Ihr Entgegenkommen hilft uns als Verein, aber auch allen Gruitenern, die Sport in der Gemeinschaft treiben möchten. Ganz besonders freuen wir uns aber immer wieder darüber, wie zuvorkommend und freundlich unsere Anfragen und Bitten von Ihnen aufgenommen und verfolgt werden. Es ist ein angenehmes Miteinander, das wir sehr zu schätzen wissen. Auch hierfür sagen wir D A N K E.
Gerne weise ich darauf hin, dass Schüler, Lehrer und Eltern, die an unseren Sportangeboten, die wir in der Sporthalle der Waldorfschule anbieten, beitragsfrei teilnehmen können. Nähere Informationen hierüber erhalten Sie von Frau Richter unter 02104/62121.
Ihnen und Ihren Familien wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr.
Mit freundlichen Grüßen              Ihr Jürgen Boes, 1. Vorsitzender, TSV Gruiten

 

Der Blitzblanktag

26. November 2010

Pünktlich zum ersten Advent erstrahlt unsere Schule nicht nur durch schön geschmückte Fenstersterne und morgendlichen Kerzenschein im Foyer, sondern Haus und Hof wurden von den Schülern der Unter- und Mittelstufe auch von Unrat und Schutz befreit. Emsig wie die Heinzelmännchen von Köln waren die Kinder am Freitagmorgen während der ersten beiden Schulstunden im Haus und im Gelände zu Gange. Sämtliche Wände wurden von den Kinderhänden mit Schwämmen und Seifenwasser bearbeitet. Es gab keinen Winkel auf dem Schulhof, in den die Kinder nicht hineinkrochen, um nach Abfall zu suchen – und den gab es reichlich. Damit auch das Frühjahr wieder kommen kann, wurden dabei gleich jede Menge Blumenzwiebeln in die Wiese gesetzt. Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt und die Kinder haben wieder einmal ein ganz persönliches Verhältnis zu „ ihrer“ Schule bekommen.

Wow-Day-Geld für Kolumbien

Unsere Straßenmusikanten in Düsseldorf

19.11.2010

Liebe Eltern, liebe Freunde der Schule,
WOW– der Wow-Day war wieder ein großer Erfolg!! In unserer Schule gibt es tatsächlich inzwischen eine gute Tradition zu diesem Tag! Wieder haben unsere Schülerinnen und Schüler eine stattliche Summe erarbeitet, wieder fließt dieses Geld in das Projekt in Kolumbien, Arca Mundial, zu dem seinerzeit Herr Bühler den Kontakt hergestellt hat.
Wir danken allen fleißigen Arbeitern, aber auch allen, die Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt haben und damit den Einsatz für bedürftige Menschen in anderen Teilen der Welt materiell und ideell unterstützen.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits 6.335,28 € zusammengekommen und die eine oder andere Einnahme tröpfelt noch nach. Damit haben wir das Ergebnis des letzten Jahres bereits überschritten.       

Am 4. Oktober ist WOW-Day

08. Sept. 2010

Wow-Day bedeutet: Waldorf-One-World; das heißt, die Schülerinnen und Schüler vieler Waldorfschulen (bei uns von Kl.4 - Kl.12) werden einen Tag lang für ein Hilfsprojekt arbeiten. Schon seit Jahren unterstützt die Gemeinschaft der Waldorfschulen auf diese Weise Projekte in den so genannten Entwicklungsländern.
Auch in diesem Jahr werden wir  „Arca mundial“, eine heilpädagogische Einrichtung in Medellin (Kolumbien) unterstützen, zu der wir durch unseren früheren Musiklehrer, Herrn Bühler, der in Kolumbien geboren ist, einen direkten Bezug haben. Vielleicht erinnern Sie sich an die beiden feurigen südamerikanischen Konzerte im  Jahr 2009, die Herr Bühler veranstaltete. Bei dem ersten Konzert war die Gründerin und Leiterin dieser Einrichtung, Frau Sandra Dominguez Rendin bei uns an der Schule und ich hatte die Gelegenheit, sie kennenzulernen und einiges über ihre Arbeit zu erfahren. Trotz Sprachschwierigkeiten entwickelte sich spontan eine sehr herzliche Beziehung.
In der übernächsten Woche wird uns Natalia, Kolumbianerin, Eurythmiestudentin in Witten und seit Jahren mit „Arca mundial“ und den Menschen dort verbunden besuchen und den Schülern über die aktuelle Situation dort berichten. Sie ist erst seit eine paar Tagen wieder in Deutschland und war den gesamten Sommer über in der Einrichtung, ihrem „Zuhause“. Ich selber stehe regelmäßig in Kontakt mit Sandra Domingues Redon.

Arca mundial ist eines der neueren Projekte, die von den Freunden der Erziehungskunst und damit durch Wow-Day Einnahmen unterstützt werden. Ich erhoffe mir durch den persönlichen Kontakt zur Leiterin des Projektes eine Annäherung der Freien Waldorfschule Haan Gruiten an Arca mundial in Kolumbien. Die Möglichkeit für Schüler oder ehemalige Schüler dort ein Praktikum zu machen, wurde von Frau Domingues sehr begrüßt. Ich hoffe sehr, dass von dieser Möglichkeit demnächst auch Gebrauch gemacht wird.

Nun ist auch Ihre Mithilfe gefragt!! Wir benötigen viele „Minijobs“ für unsere Schüler: Bücher abstauben, Kinder hüten, Fenster putzen, Autos polieren, Gartenzaun streichen etc. Sicher fällt Ihnen noch mehr ein!
Wer Arbeitsangebote hat oder noch weitere Angebote kennt und noch niemanden dafür gefunden hat, kann sich zur Vermittlung gerne in der Schule melden.
Ab Montag können Arbeitsangebote im Foyer an die Pinnwand geheftet werden.
Am Wow-Day werden sich die Kollegien von Schule und OGS und Mitglieder des Elternrats wieder einen Tag lang pädagogischen Dingen zuwenden, die über den Alltag hinaus bearbeitet werden müssen.
 Ursula Ries

 

Nachschau Einschulung 2010

17.Sept. 2010

Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers... ( G. Mahler)

Unter diesem Motto hätte der Einschulungstag der FWS stattfinden können, er wäre ihm gerecht geworden!
Nach alter Tradition füllte sich die Mehrzweckhalle der FWS Gruiten am ersten Mittwoch nach den Sommerferien für einen besonderen Anlass. Die Einschulungszeremonie der neuen 1. Klasse stand bevor. Frau Jäckle und Frau Kasahara eröffneten die Feierlichkeit mit einer musikalischen Darbietung. Die Stimmung im Saal wurde daraufhin sehr feierlich und blieb es bis zur letzten Minute.
Frau Schäfer, die Erstklasslehrerin, begrüßte die Anwesenden und lud zu einer "Bootsfahrt" ein, von der sich gerne alle Anwesenden davon tragen ließen. Das Feuer der Tradition wurde durch die 2. Klasse würdevoll weitergereicht. Mucksmäuschenstill führte Frau Maiwald die Kinder mit Flöte und pentatonischer Harfe nach vorne. Sie waren doch gerade erst aus der schützenden Hülle der 1. Klasse geschlüpft - da hörte man sie singen und Flöte spielen; selbst die zarten Töne der Harfe waren bis in die letzte Reihe zu hören!
Nach einem Zitat von Rudolf Steiner, vorgetragen von der Patenklasse (Klasse 9), wurden die Kinder, welche vorher einzeln von Frau Schäfer nach vorne gerufen worden waren, von ihrem Paten durch ein blumengeschmücktes Tor geführt.
Bei dieser Tradition bekam manch einer nicht nur eine Gänsehaut sondern - feuchte Augen - Tränen des Loslassens, des Stolzes oder aber der Erinnerung an die eigene würdige Einschulung.
Nach nunmehr drei Wochen der Eingewöhnung nochmals ein herzliches Willkommen von den Eltern der 2. Klasse.

In stiller Erwartung auf eine gute Zusammenarbeit in der FWS Haan-Gruiten               Kordula Bomm

 

Fruchtbare Zusammenarbeit zum Thema ökologische Nachhaltigkeit

03. Sept. 2010

Schulküche und Berufskolleg im pädagogisch-inhaltlichem Einklang

Das besondere Berufskolleg (BK), mit seinem optimistischen Bildungsansatz zur sozial-ökologischen Nachhaltigkeit ist in unserer Schule gelandet und unsere Schule strahlt, nicht zuletzt, weil das BK von vielen Menschen bei seiner erfolgreichen Landung Unterstützung erfahren hat.
All diesen Menschen möchten wir von ganzem Herzen danken.

Ganz besonderer Dank gilt heute vor allem dem Küchenteam, Frau Süheyla Gallmann, Frau Carmen Haußmann, Frau Ute Macke-Schadek (alphabetisch), das sich auf zwei charmanten Wegen dem BK angenähert hat.

Zum einen hatte das Küchenteam mit dem Buffet zur Eröffnungsfeier des BK eine sehr überzeugende Arbeit geleistet und damit ihre Kompetenzen wieder erfolgreich bewiesen. Sie offerierten den Gästen in der Mehrzweckhalle und den Schülern in der Mensa das interkulturelle und klimaschonende Buffet:
Türkisch: Sigara Böre („Zigarrenröllchen“ mit Schafskäse, Borek (Teigtasche) mit Zucchini, Falafel (frittierte Bällchen aus pürierten Hülsenfrüchten, Kräutern und Gewürzen) mit Dipp.
Deutsch: Kürbispie, Pumpernickel mit Schimmelkäse und kandierten Äpfeln, Möhrensalat,
 Rote-Beete Salat, Vanillesauce, Zimtpflaume mit Mascarpone-Creme

Zum anderen war das Buffet Auftakt eines Projektes, dass das „Klimaschonende Kochen“ an der Schule propagiert und so die Intention des BK, nämlich die „Umwelt verantwortlich zu gestalten“, unterstützt. In der ersten Projektwoche wird das Küchenteam den Schülern in der Mensa z.B. Penne mit Bohnen-Tomatensoße und Schafskäse, Möhrenlasagne, Kürbissuppe mit Kartoffelbrot, Rahmspitzkohl mit Rosmarinkartoffeln, Zucchiniquiche mit Blattsalat und Dressing servieren.
Alle Zutaten der Mahlzeiten wurden und werden zu großen Teilen vom Landwirt Herrn Bröker aus der Nachbarschaft geliefert.

Das Küchenteam will es bei dieser Zusammenarbeit mit dem BK nicht belassen. Dieses Team hat höhere Ziele. Denn CO2-neutral soll auch das Anschlussprojekt sein. Es ist ein Erdkeller geplant. Durch dieses Bauvorhaben werden zukünftig nicht nur die Stromkosten unserer Schule gesenkt, sondern es werden auch Lagerkapazitäten geschaffen, um größere Menge an Gemüse und Obst günstiger einkaufen zu können. Daher hat das Küchenteam Vorbildcharakter. In der Küche wird über das Kochen hinaus mehr geleistet – alltagstaugliche, erlebbare Bildung zur ökologischen Nachhaltigkeit.

Die Schulgemeinschaft sollte sich von den Kochrezepten der Schulküche und der innovativen Kraft inspirieren lassen.  -  Ein ganz großes DANKESCHÖN!

Das Schnittstellenbüro mit Frauke Heiden-Ziegert hatte das Vergnügen, die wertvolle Arbeit des Küchenteams durch Sponsorengelder unterstützen zu können und freut sich, das Projekt „Klimaschonendes Kochen“ und den Erdkeller weiter in der bekannten Weise begleiten zu dürfen.
Dr. Volker Stoldt, AK S&F und AK BK

 

 

Impro-Theater auf dem Haaner Sommer

03. Sept. 2010

Einen Tag vor Beginn der Sommerferien, am Dienstag, 13.07., hatten Schüler der Theater-AG (11. + 12. Klasse) unter der Leitung und Moderation von Ulrich Maiwald einen gelungenen Auftritt auf der Kultur-Bühne des Haaner Sommers.
Locker, spontan und lustig wurden verschiedene Varianten des Impro-Theaters gezeigt. Das Publikum fühlte sich gut unterhalten, es wurde geklatscht und gelacht. Das Resumee des Veranstalters: Mehr davon im nächsten Jahr!
Einen großen Dank an Herrn Maiwald und seine Truppe, die unsere Schule gut repräsentiert haben.
Claudia Friele

 

 

Mittlere Abschlüsse und Abitur 2010

1.Juli 2010 

Das Abitur ist erfolgreich geschafft und auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 haben den Mittleren Bildungsabschluss erworben. Zum dritten Mal wurden die Abiturienten zentral geprüft, zum zweiten Mal mussten sich die 11. Klässler den zentralen Mittleren Prüfungen unterziehen.

Den Mittleren Abschluss (Fachoberschule mit oder ohne Qualifikation bzw. Hauptschulabschluss) haben 34 Schüler/Innen erreicht.

Das Abitur haben 14 Schüler/Innen abgelegt.

Wir gratulieren allen Schülerinnen und Schülern und wünschen Ihnen alles Gute für Ihre nahe und ferne Zukunft!
Außerdem danken wir allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Vorbereitung auf die Prüfungen, ihren zusätzlichen Arbeitsaufwand und ihr Engagement.                                 
Für den Vorstand                 Christina Stuart

 

 

 

Ein Brief aus Costa Rica

25. Juni 2010

Hallo Ihr Lieben,
wie einige von euch wissen, bin ich, Charlotte Lagoda, 10. Klasse, seit Ende Januar für ein Auslandsjahr in Costa Rica!
Costa Rica liegt in Mittelamerika, zwischen Nicaragua und Panama und hat zwei Ozeane, die Karibik und den Pazifik und genau dort, am Pazifik, lebe ich. Mein Ort heißt El Roble (ca. 100 km westlich von der Hauptstadt San José am Golfo de Nicoya) und ist ca. 20 Min vom Strand entfernt. Ich habe eine sehr nette Gastfamilie mit einem großen Bruder (17 Jahre) und einer kleinen Schwester (8 Jahre).
Ich gehe hier auf eine Privatschule, die ca. 200 Schüler hat. Die Schule geht hier nur bis zur 11. Klasse und danach gehen die Schüler direkt, mit 17, 18 Jahren, zur Uni. Genau wie in Deutschland bin ich in der 10. Klasse. Meine Klasse hat 17 Schüler. Die Fächer sind ungefähr die gleichen wie in Deutschland, nur dass ich mehr Naturwissenschaften habe. Die Schule hat ein Schulorchester, es ist ein Marschorchester, und da ich meine Querflöte mitgenommen habe, spiele ich dort. Wir spielen viel lateinamerikanische Musik! Das macht super Spaß.
Nach inzwischen schon 4 Monaten spreche und verstehe ich schon fließend Spanisch und in der Schule bekomme ich bei den Arbeiten auch immer bessere Ergebnisse.
An den Wochenenden versuche ich ein bisschen von dem wunderschönen Land zu sehen. Ich war schon an der Karibik, im Süden an der Grenze zu Panama, einem Vulkan und an verschiedenen Stränden am Pazifik!!
Dadurch, dass Costa Rica viele Vulkane hat, bebt die Erde hier auch manchmal. Ich habe schon drei Erdbeben gefühlt und zwei davon hatten die Stärke 6,1, aber das Epizentrum war mehr als 100 km entfernt. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn plötzlich für ein paar Sekunden alles anfängt zu wackeln.
Macht’s gut und ganz liebe Grüße aus einem wunderschönen Land mit viel Sonne!    
 Charlotte Lagoda

 

 

 

Mein Praktikum in der Schulküche der Waldorfschule Haan-Gruiten

25.Juni 2010

Hallo, ich bin  Schülerin der Freien Waldorfschule Wangen im Allgäu (10. Klasse), und habe hier in der Schulküche mein vierwöchiges Betriebspraktikum absolviert.
Ich wurde gefragt, ob ich nicht einen kleinen Vergleich der zwei Schulen bzw. deren Küchen machen möchte und über meine Zeit hier berichten könnte.
Trotz Zweifel meiner Praktikumsbetreuerin, dass ich in einer Schulküche nicht in einem „echten“ Betrieb wäre und eventuell ungenügend lernen würde, bin ich schließlich doch hierher gekommen. Ich habe jedoch festgestellt, dass hier einiges anders abläuft und die Küche hier eine vollkommen andere Struktur hat.
Bei uns besteht die Verpflichtung in die Schulküche zu kommen (zumindest bis 10 Klasse) und dort zu essen, da der Betrag des Essens am Anfang des Jahres je nach Nachmittagsunterricht berechnet und im Schulgeld enthalten ist. Dies ist zum Vorteil der Küche, da sie genaue Angaben hat, wie viel sie kochen muss. Für uns Schüler ist es jedoch oft schwierig, da, falls es Essen gibt, welches einem vielleicht mal nicht schmeckt, die Möglichkeit wo anders zu essen wegen der recht kurzen Pause oft nicht gewährt ist. Außerdem würde man so doppeltes Essensgeld ausgeben, da das Schulessen nicht abbestellt werden kann.
Im Gegensatz zu unserer Schulküche gibt es hier eine tolle Auswahl an Desserts, Salaten und lecker belegten Brötchen, und man kann entscheiden, ob man zum Essen kommt oder nicht. Allerdings besteht so eine große Ungewissheit in der Küche, wie viele Essen tagtäglich gekocht werden müssen.
Ob die Schulküche nun ein „echter“ Betrieb ist?
Ich würde sagen, zum größten Teil schon, schließlich muss sie - wie z.B. ein Restaurant - selbst kalkulieren, wie viel an Essen gebraucht wird, und dementsprechend kann auch die Ware bestellt werden.
Also müssen die Köchinnen so wirtschaften, dass der bestmögliche Gewinn dabei herauskommt und sich das Geschäft halten kann, auch wenn diese Küche mit der Schule zusammenhängt. Außerdem müssen die Finanzen im Blick bleiben, Lieferanten gesucht und geprüft werden.
Mir hat es hier sehr gut gefallen, ich wurde herzlich begrüßt und eingearbeitet. Meine Arbeiten waren natürlich oft die gleichen und, wie es nun mal in einer Schulküche üblich ist, immer in großen Mengen, jedoch durfte ich einiges ausprobieren, hatte trotzdem Abwechslungen, habe auch selber meine Ideen eingebracht und bekam Einblicke in Bestellung, Buchung und ähnliche Abläufe eines Betriebs.
Die stets freundliche und lockere Arbeitsatmosphäre, selbst im Stress , machte einem die Arbeit wesentlich leichter und ich ging gerne zu meinem Arbeitsplatz. Hiermit auch ein großes Lob an das „Küchenteam“, das sich wirklich bemüht und klasse Arbeit leistet. Ich hatte hier eine tolle Zeit mit viel Spaß und gehe mit vielen gesammelten Erfahrungen wieder nach Hause. Vielen Dank!             Mara Zechendorff (Praktikantin)

 

 

 

Klingenlauf in Solingen

Vier laufbegeisterte Schüler unserer Schule haben sich zusammengefunden, um am Solinger Klingenlauf teilzunehmen. Dort starteten über 90 Grundschulstaffeln, zahlreiche ältere Schüler, Erwachsene und es gab auch einen "Prominentenlauf".
Unsere vier Jungen der Klasse 4, Sebastian Berghaus, Freddi Schäfer, Felix Siegert und Ruben Souvignier, wollten sich im Staffellauf 4x425m mit den anderen Grundschülern messen. Und die spontane Motivation wurde hoch belohnt: Sie erreichten den 2. Platz! Neben einer kleinen Belohnung für jeden Läufer erhielt unsere Schule einen 100 Euro-Gutschein zur Förderung des Sportangebotes!
Herzlichen Glückwunsch!                             Christel Siegert

 

Gartentag

1. Ein großes BRAVO
den fleißigen und gutgelaunten Eltern, Kindern und Lehrern, die unseren Garten-Gemeinschaftstag zu solch einem Erfolg gemacht haben.
Mit viel Engagement und Spaß an der gemeinsamen Arbeit wurden Bänke gebaut, Beete gepflegt, neu angelegt und bepflanzt, Hecken geschnitten, Bauschuttreste beseitigt, Platten zum Schutz der Fassade verlegt, Anstricharbeiten erledigt und noch vieles mehr, so dass nun der Anblick der Schule das Auge erfreut.
Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne Ihren Einsatz, liebe Elternschaft, und die gute Organisation der Arbeiten, die mit viel Engagement vom Gartenkreis durch Frau Querbach-Boehm und Frau Schasiepen geleistet wurde. Ein besonderes Dankeschön gilt auch Herrn Heines, der die Malerarbeiten koordiniert hat und Herrn Zindel, der nicht nur die Plattenverlegung angeleitet hat, sondern an vielen anderen Stellen Hand angelegt hat. Herr Roehnert und Herr Motzkus sorgten durch den Bau von Holzbänken für Sitzplätze auf dem Hof und Familie Lehmann unterstützte die Aktion mit der Lieferung günstiger Materialien.
Was wäre der Gemeinschaftstag ohne die gute Verpflegung gewesen? Frau Behr-Fischer organisierte mit dem Elternrat ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, und das Küchenteam Frau Macke-Schadek / Frau Gallmann sorgte mit einem Mittagessen dafür, dass alle Helfer bei Kräften blieben.
Sie gehören zu den Eltern, die am Gemeinschaft-Gartentag nicht teilnehmen konnten?
Dank Familie Ries können Sie im Foyer anhand der Fotos einen Eindruck von diesem gelungenen Tag gewinnen.
Großer Dank an alle Helfer!        
Katrin Driesen-Glittenberg

 

 

Qualität des naturwissenschaftlichen Unterrichts an unserer Schule bestätigt Epoche „Färben – Farbe – Licht“ wird durch die Bayer Stiftung gefördert


Liebe Schulgemeinschaft,

Frau Krings-Nölling (Sek.II, Biologie und Chemie) und Herrn Dr. Fluchtmann (Sek.II, Physik und Mathematik) hatten einen Antrag an die Bayer Stiftung gerichtet. Dieser Antrag wurde vom Stiftungsrat unter Leitung von Frau Prof. Dr. phil. Gisela Lück (Didaktik der Chemie, Fakultät für Chemie, Universität Bielefeld) fachkompetent sowie unabhängig geprüft. Er hat Anfang Mai positiv für diesen Antrag votiert. Dies ist eine besondere Auszeichnung für unsere Schule, da der Antrag eindrucksvoll belegt, dass die waldorftypische Bildung naturwissenschaftlicher Themen modern und richtungweisend ist.

Die projektierte Themenkonstellation lautet „Färben – Farbe – Licht“. Das Projekt bietet ideale Voraussetzungen für einen fächerübergreifenden Epochenunterricht in den Naturwissenschaften. Gerade das fachübergreifende Lernen hilft die wechselseitigen Einflussgrößen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen zu verstehen und es fördert das interdisziplinäres Denken und Handel - eine Kompetenz, die in unserer Gesellschaft an Bedeutung gewinnt.

Unter dem Titel „Eine bunte Sache“ geht es um das Färben bzw. das Phänomen Farbe und die Theorie der Farbstoffe, „Es wird heller“ wird die Natur des Lichts aus Sicht der modernen Physik betrachten und „Im Bild über das Auge“ wird das Verständnis geschult, wie wir Farben wahrnehmen. Ein inhaltlicher „Ausflug“ zum Abschluss dieses Projekts geht weit über den vorgeschriebenen curricularen Rahmen hinaus und führt die SchülerInnen in die Welten der Wahrnehmungspsychologie. Die Abschlussfrage, ob und wie sich qualitative Sinneseindrücke in eine naturwissenschaftliche Beschreibung fassen lassen, wird die kontroversen Betrachtungswelten der Neurobiologie und Philosophie offenlegen.

Die Schule erhält 8000,- € zur Anschaffung u.a. eines Spektralphotometers und eines Dioden-Lasers. Diese Geräte sind für viele unterschiedliche Versuche einsetzbar und können von vielen Jahrgängen aber auch vom Berufskolleg sehr gut genutzt werden.

Das Schnittstellenbüro gratuliert zu diesem außerordentlichen Erfolg und wir weisen zusätzlich darauf hin, dass wir weiterhin solche oder ähnliche Projekte von Lehrern, Schülern oder Eltern begleiten und koordinieren werden.

Frauke Heiden-Ziegert  ist mittwochs von 8.30 – 12.30 Uhr im Schnittstellenbüro der Schule für Sie da.
Für den AK S&F           
Dr. rer. nat. Volker Stoldt

Termine

04. 02. um 19:30 Uhr und 05.02. um 18:00 Uhr
Jerry ist tot! Die „Spielwütigen“ spielen wieder!
10.02.2012
Monatsfeier

Aktuelle Neuigkeiten

19.01.2012

Dank und Infos vom TSV-Gruiten

13.01.2012

Energieverbrauch der Schule

02.12.2011

Waldorflehrerausbildung in Stuttgart - Presseinformation

Urteil des Verwaltungsgerichtshofs bekräftigt universitären Standard der Ausbildung von Waldorflehrern an der Freien Hochschule Stuttgart Stuttgart.

Gemeinsames Institut für Fachdidaktik gegründet

Kasseler Lehrerseminar und Alanus Hochschule bauen Zusammenarbeit aus

Zeitschrift Erziehungskunst

Waldorfpädagogik heute

Waldorflehrer werden - Bildung fürs Leben

Stuttgarter Erklärung

Waldorfschulen gegen Diskriminierung

"Guten Morgen, liebe Kinder"

Filmische Langzeitdokumentation über Waldorfschüler