Exkursion zum Wasserkraftwerk am Baldeneysee

12.11.2014: Die SchülerInnen des BK2s besichtigten mit Herrn Müller das Wasserkraftwerk am Baldeneysee in Essen. RWE Innogy hatte im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten „Green Day“ zu einem Berufsorientierungstag eingeladen. Unter dem Motto „Berufseinstieg erneuerbar: Nach der Schule ab ins Grüne“ erhielten unsere SchülerInnen Einblicke in verschiedene „grüne“ Berufsbilder und erlebten die Abläufe in einem Wasserkraftwerk. Energiegewinnung durch Wasserkraft ist ein fächerübergreifendes Teilgebiet im Themenkomplex der erneuerbaren Energieformen im Physik- und Chemieunterricht.

Berufskolleg besichtigt Tagebau Garzweiler

01.10.2014: Die Exkursion führte den BK 2 zum Tagebau Garzweiler, der nahen Rekultivierung, eines Umsiedlungsortes und eines Ortes, der noch vor der Umsiedlung steht. 

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht dazu: Exkursionsbericht Tagebau Garzweiler (PDF).

 

Berufskolleg besucht Webereimuseum in Bocholt

20.09.2012 | Tack-tack-tack-tack: Mit harten schnellen Schlägen werden die Garnspulen in den Schützen durch die Fache geschossen. Es ist ein ohrenbetäubender Lärm, den die acht Webmaschinen verursachen. Wir sind im Industriemuseum Textilwerk Bocholt. Hier kann man erleben, was es bedeutet als Weber zu arbeiten. Denn solche Maschinen – zu Hunderten in einer Halle – aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts arbeiten auch heute noch in Indien oder Pakistan, wo der Stoff unserer Jeans hergestellt wird.
Die Schüler des zweiten Jahrgangs unseres Berufskollegs haben sich auf den Weg gemacht um die Technik des Maschinenwebens zu sehen, zu hören, zu erleben. Da T-Shirts genau wie dies Jeans aus der heutigen Mode nicht wegzudenken sind, bearbeiten sie in der Wirtschaftskunde das Thema „Von der Rohbaumwolle zum T-Shirt“. Welche Arbeitsschritte liegen dazwischen? Wo wird heute typischerweise die Baumwolle gehandelt, gesponnen, gefärbt, gewebt, zugeschnitten, genäht und ausgerüstet bevor sie als fertiges Kleidungsstück bei uns im Laden liegt?
Verblüffend, dass die Baumwolle und die Zwischenprodukte dabei mehrfach zwischen Asien und Europa hin- und hertransportiert werden. Noch überraschender, dass die Transportkosten kaum eine Rolle bei der Kalkulation des Verkaufspreises spielen. Denn die Fracht von 30.000 T-Shirts in einem 20-Fuß-Container von Guangzhou in Südchina nach Hamburg kostet „nur“ rund € 1.000.
Die Berufskollegiaten erstellen Rechenblätter, mit denen sie Endpreise aus variablen Teilkosten kalkulieren können. Der aktuelle Baumwollpreis an der Börse sowie die Terminkontrakte für künftige Lieferungen werden übers Internet abgefragt. So können die Schüler Fragen wie diese beantworten: Wie wirkt es sich aus, wenn der Näherin in Bangladesh der Lohn einfach auf € 200 verdoppelt würde? Dann bekäme sie rund € 0,20 pro T-Shirt. Sie müsste aber weiterhin 60 Stunden pro Woche oder mehr arbeiten. Kein Zweifel, dass bei einem Endpreis von € 2,50 für ein T-Shirt gerechte Löhne nicht möglich sind für die vielen Menschen, die mit ihrer Arbeit an der gesamten Herstellungskette beteiligt sind.

Diese und viele weitere Fragen erarbeiten die Berufskollegiaten und lernen dabei wesentliche Bereiche kaufmännischen Wissens kennen. Da unser Motto heißt: „Technik verstehen. Umwelt verantwortlich gestalten“ bleiben sie nicht dabei stehen, sondern untersuchen wie man es anders machen kann: Biologischer Anbau von Baumwolle, Fair-Trade und sozial-gerechte Löhne bis hin zur Altkleiderverwertung und Möglichkeiten, den Rohstoff-Kreislauf zu schließen. Dann könnte aus dem heute Alles dominierenden tack-tack-tack-tack der Maschinen ein gesunder Rhythmus werden.

Andreas R. Müller

Termine

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