Klassenfahrt nach Berlin

Im Herbst 2018 hat das Berufskolleg eine Klassenfahrt nach Berlin gemacht, die sowohl einen historisch-politischen wie auch einen naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt hatte. Gleich am ersten Tag hatten wie einen Stadtführung durch Kreuzberg, wo wir auch verschiedene umgebaute Hinterhöfe kennengelernt haben und am Schluss den Kreuzberg erstiegen haben.

Am nächsten Tag waren wir im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, wo wir von einem Zeitzeugen herumgeführt wurden und uns die Zellen und die Gefängniskleidung präsentiert wurden. Danach hatten wir etwas Zeit, Berlin selbst zu erkunden, und haben uns dann am Brandenburger Tor wieder getroffen. Von da aus sind wir zum nahe gelegenen Holocaustdenkmal gegangen, wo man der Ermordung der Juden im zweiten Weltkrieg gedenken kann.

Natürlich hatten wir auch eine Führung durch das Reichstagsgebäude und wir bekamen auch einen Vortrag über den politischen Alltag in Berlin, bei dem wir auch Fragen stellen konnten. Von da aus sind wir zu einer Sternwarte mit Planetarium und Museum gefahren, wo wir auch einen großen Meteoriten bestaunen konnten.

Am nächsten Tag hatten wir eine Führung im Leibnizinstitut für Kristallzüchtung, wo vor allem Siliciumkristalle gezüchtet werden, die man u.a. für den Bau von Handys benötigt. Am Nachmittag waren wir im Technikmuseum, was so vielseitig und interessant war, dass wir gar nicht alles in der Zeit, die wir hatten, angucken konnten.

Ausstellung: Arbeit 4.0 - Geht uns die Arbeit aus?

Roboter übernehmen alle einfachen Tätigkeiten. Bauteile kommen aus dem 3D-Drucker. Computer führen auch komplexe Beratungstätigkeiten aus. So soll sie aussehen, die Arbeitswelt der Zukunft. Die Kollegiaten des Berufskollegs 2 haben sich in der Arbeitswelt Ausstellung DASA in Dortmund schlau gemacht. Ihre Erkenntnisse stellen sie auf einer Plakatwand dar. Bei der kommenden Monatsfeier am 24.02.2018 werden sie auch Videos dazu zeigen. Kommen Sie mit ihnen ins Gespräch. Diskutieren Sie über die Zukunft der Arbeitswelt.

 

Wasserkraftwerk am Baldeneysee

Die Schüler*innen des BK2s besichtigten mit Herrn Müller das Wasserkraftwerk am Baldeneysee in Essen. RWE Innogy hatte im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten „Green Day“ zu einem Berufsorientierungstag eingeladen. Unter dem Motto „Berufseinstieg erneuerbar: Nach der Schule ab ins Grüne“ erhielten unsere Schüler*innen Einblicke in verschiedene „grüne“ Berufsbilder und erlebten die Abläufe in einem Wasserkraftwerk. Energiegewinnung durch Wasserkraft ist ein fächerübergreifendes Teilgebiet im Themenkomplex der erneuerbaren Energieformen im Physik- und Chemieunterricht.

 

Tagebau Garzweiler

Die Exkursion führte den BK2 zum Tagebau Garzweiler, der nahen Rekultivierung, eines Umsiedlungsortes und eines Ortes, der noch vor der Umsiedlung steht.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht dazu: Exkursionsbericht Tagebau Garzweiler (PDF).

 

Webereimuseum in Bocholt

Tack-tack-tack-tack: Mit harten schnellen Schlägen werden die Garnspulen in den Schützen durch die Fache geschossen. Es ist ein ohrenbetäubender Lärm, den die acht Webmaschinen verursachen. Wir sind im Industriemuseum Textilwerk Bocholt. Hier kann man erleben, was es bedeutet als Weber zu arbeiten. Denn solche Maschinen - zu Hunderten in einer Halle - aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts arbeiten auch heute noch in Indien oder Pakistan, wo der Stoff unserer Jeans hergestellt wird.

Die Schüler des zweiten Jahrgangs unseres Berufskollegs haben sich auf den Weg gemacht, um die Technik des Maschinenwebens zu sehen, zu hören, zu erleben. Da T-Shirts genau wie die Jeans aus der heutigen Mode nicht wegzudenken sind, bearbeiten sie in der Wirtschaftskunde das Thema „Von der Rohbaumwolle zum T-Shirt“. Welche Arbeitsschritte liegen dazwischen? Wo wird heute typischerweise die Baumwolle gehandelt, gesponnen, gefärbt, gewebt, zugeschnitten, genäht und ausgerüstet bevor sie als fertiges Kleidungsstück bei uns im Laden liegt?

Verblüffend, dass die Baumwolle und die Zwischenprodukte dabei mehrfach zwischen Asien und Europa hin- und hertransportiert werden. Noch überraschender, dass die Transportkosten kaum eine Rolle bei der Kalkulation des Verkaufspreises spielen. Denn die Fracht von 30.000 T-Shirts in einem 20-Fuß-Container von Guangzhou in Südchina nach Hamburg kostet „nur“ rund € 1.000.

Die Berufskollegiaten erstellen Rechenblätter, mit denen sie Endpreise aus variablen Teilkosten kalkulieren können. Der aktuelle Baumwollpreis an der Börse sowie die Terminkontrakte für künftige Lieferungen werden übers Internet abgefragt. So können die Schüler Fragen wie diese beantworten: Wie wirkt es sich aus, wenn der Näherin in Bangladesh der Lohn einfach auf € 200 verdoppelt würde? Dann bekäme sie rund € 0,20 pro T-Shirt. Sie müsste aber weiterhin 60 Stunden pro Woche oder mehr arbeiten. Kein Zweifel, dass bei einem Endpreis von € 2,50 für ein T-Shirt gerechte Löhne nicht möglich sind für die vielen Menschen, die mit ihrer Arbeit an der gesamten Herstellungskette beteiligt sind.

Diese und viele weitere Fragen erarbeiten die Berufskollegiaten und lernen dabei wesentliche Bereiche kaufmännischen Wissens kennen. Da unser Motto heißt: „Technik verstehen. Umwelt verantwortlich gestalten“ bleiben sie nicht dabei stehen, sondern untersuchen, wie man es anders machen kann: Biologischer Anbau von Baumwolle, Fair-Trade und sozial-gerechte Löhne bis hin zur Altkleiderverwertung und Möglichkeiten, den Rohstoff-Kreislauf zu schließen. Dann könnte aus dem heute Alles dominierenden tack-tack-tack-tack der Maschinen ein gesunder Rhythmus werden.

Weitere Themen

Unterrichtsprojekte
Schülerberichte

Hier bekommen Sie einen Einblick in die Physiktechnik-, Chemie- und Biologietechnik-Epochen.

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Ziele & Schwerpunkte
Erfahrungen sammeln

Im ersten Jahr steht das einjährige Praktikum im Vordergrund. Das zweite Jahr bedeutet Vollzeitschule.

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Fachrichtungen
Technik & Naturwissenschaften

Beides ist an sich weder ein Segen noch ein Fluch, sondern eine Realität, in der wir leben.

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