Solar mit Bionik – Forschungsprojekt in Klasse 13

Schüler*innen aus Klasse 13 begeisterte im Chemieunterricht die Idee von dem Photovoltaik-Pionier Dr. Michael Grätzel. Er entwickelte die nach ihm benannte Grätzelzelle – eine Solarzelle mit organischen Farbstoffen, die die natürliche Photosynthese erfolgreich nachahmt und Licht in Strom verwandelt. Denn die derzeit verbauten Solarzellen basieren zu circa 90 Prozent auf anorganischen Halbleitern, insbesondere auf Silicium, welches in der Herstellung sehr energieintensiv ist.

Daher faszinierte die Idee, Solarzellen auf Nano-Titandioxidbasis selbst herzustellen. Durch eine erfolgreiche Projektbewerbung bei der innogy-Initiative 3malE - Bildung mit Energie haben sie nun die Möglichkeit zur Umsetzung. Sieben Schüler*innen aus Klasse 13 und zwei Schüler*innen aus Klasse 12 haben zusammen ihr eigenes Forschungsprojekt gegründet, die AG Solar mit Bionik. Sie möchten lichtgetriebene Zellen auf Nano-Titandioxidbasis selbst herstellen, verschiedene Zellanordnungen testen, mit Extrakten von Früchten oder Gewürzen sensibilisieren und so Leistung und Lichtempfindlichkeit der Zellen verändern. Damit erhalten sie Einblicke in ein modernes, interdisziplinäres Forschungsgebiet.

Bei diesem Projekt ist den Schüler*innen besonders der Nachhaltigkeitsaspekt wichtig. Anstatt teure Farbstoffe zu kaufen, wollen sie nutzen, was beim Backen in der Küche als Lebensmittelfarbe übrig bleibt. Innerhalb der Schulgemeinschaft sammeln sie außerdem recyclingfähige Metall-Spenden aller Art, bspw. unbenutztes Tafelsilber und Rasierscherfolien von abgelegten elektrischen Rasierern.

Hier geht es zum Artikel in der Rheinischen Post vom 16.02.2020