Wir, die Klasse 4, waren am Freitag, den 9.5.2025 im Deutschen Bergbaumuseum in Bochum. In der Ausstellung gab es viel zu sehen: vom Modellzug bis zu Mühle und Gradierwerk. Nach einer Weile wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe ist mit einem Museumsführer in den circa 22 Meter tiefen Stollen mit dem Aufzug gefahren. Die Arbeiter früher sind mit 12 Meter pro Sekunde in viel größere Tiefen in den Stollen runtergerauscht.
Im Anschauungsbergwerk gab es viele Lorenschienen und Stollen. Der Bergwerkführer hat uns die Sicherheitsregeln erklärt (wir sollten nicht mit dem Kopf an die Decke stoßen und nicht über die Schienen stolpern) und es ging los.
Damals wurde nur mit Spitzhacke und Schaufel gearbeitet. Der Bergmann bekam Geld für das Gewicht der abgebauten Kohle. Das Freilegen und Abstützen des Stollens wurden ihm nicht bezahlt.
Ab dem 20. Jahrhundert gab es auch Maschinen. Auf einen Bohrer durften wir draufdrücken. Früher mussten die Bergleute teilweise den schweren Bohrer über dem Kopf halten.
Danach hat uns der Museumsführer noch einiges erzählt und gezeigt. Zum Beispiel, dass es früher immer ein Grubenpferd gab, das oft dauerhaft da unten gelebt hat. Schon gewusst, warum Bergleute einen Vogel hatten? Am Ende waren wir noch auf dem Förderturm und konnten bis zur Schalke-Arena gucken und zur Halde Hoheward. Zurück sind wir wieder mit U-Bahn und Zug gefahren.
Carl, Charlotte und Max
Es kam im Bergwerk die Frage auf, wo denn der ganze Abraum geblieben ist. So sind wir am Dienstag, den 13.05. über die Halden Hoheward und Hoppenbruch gewandert. Anschließend ging es entlang der Emscher und es wurde sichtbar, wie tief die Wohngebiete in die Erde abgesackt sind. Sehr verständlich, denn im Bergmuseum hatten wir gesehen und gehört, dass die Menschen im Ruhrgebiet wie auf einem durchlöcherten Käse leben. Darüber berichtet Leevi im Folgenden:
„Am Dienstag haben wir uns am Gruitener Bahnhof getroffen. Als alle da waren, fuhren wir mit dem Zug nach Essen und von dort nach Recklinghausen. Wir machten eine kleine Trinkpause bei dem Förderturm der Zeche Ewald. Dann folgten wir den Wegen die Halde hoch. Halden sind Anschüttungen mit Aushub aus dem Bergbau. Oben angekommen stärkten wir uns mit unserem Proviant.
Die Sonnenuhr besteht aus einem Obelisken, der circa neun Meter hoch ist. Dadurch, dass der Boden sehr gerade ist, wird die Zeit genau angezeigt. Die Halde Hoheward ist die größte Halde. Dann ging es abwärts, die ganze Halde wieder runter und die zweite Halde herauf. Zuvor machten wir ein Picknick auf der Aussichtsplattform. Von dort konnten wir die zweite Halde und das Windrad sehen.
Zum Schluss ging unser Weg zur Emscher. Früher wurde sie Köttelbecke genannt und war ganz schmutzig. Heute dürfen keine Abwässer in die Emscher geleitet werden. Wir sahen dort Häuser und einen Bauernhof, die durch den Bergbau abgesackt sind. Bei ihnen muss das Grundwasser regelmäßig abgepumpt werden. Auf der anderen Seite der Emscher konnten wir eine große Mülldeponie sehen. Auf dem Weg zur Bahn haben wir noch ein Eis spendiert bekommen. Hm, lecker!“
Astrid Biallaß und Leevi